Sonntag, 18. September 2011

Twenty Nine Palms - Kingman

Gefahrene Meilen: 206
Meilen insgesamt: 927
Heute haben wir die Harleys um halb acht wieder klargemacht und nach der Betankung in Twenty Nine Palms sind wir weiter Richtung Osten. An einem Salzsee auf der Strecke wollte Peps die Straßenlage seiner  Harley im Sand testen und hat sie auf Grund gesetzt, zu viert haben wir sie wieder freibekommen. Ab Amboy cruisten wir dann auf der legendären Route 66, die Landschaft war eindrucksvoll, soweit das Auge reichte. Die Straßen waren menschenleer und bis zum Horizont zu sehen, wo sie in den Gebirgsketten verschwanden. In Fenner nahmen wir ein echt amerikanisches Frühstück zu uns und fuhren dann weiter Richtung Oatman, einzelne Häuser entlang der Strecke, verlassen oder in desolatem Zustand, beeindruckten genauso wie die riesigen Gesteinsformen links und rechts der Straße. Bei beinahe jedem Stop erneuerten wir unseren  Sonnenschutz, gefühlte 35°.  In Oatman, ein alten Goldgräberstadt laufen unzählige Esel herum, die scheinbar Nachfahren der Tiere sind, die in den Goldminen genutzt wurden, eine echte Touristenattraktion, sehr zahme Viecher. Der Oatman Saloon ist im Inneren mit tausenden 1 – Dollar Noten verhängt, die Besucher ihre Namen verewigt hatten. Der Schein von Edu und Stefan aus der Tour von 2008 wurde wiedergefunden und mit dem Schein von uns ergänzt, auf den Tag genau 3 Jahre. Wir haben nicht nur unsere Namen draufgeschrieben, sondern auch noch "in Memory of Reimund", nachdem wir gehört haben, dass er auf dem Weg der Besserung ist und wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben, dass er noch zu uns stößt. Die Wirtin meint es hängen 70000$ im Lokal. Auf der Strecke Richtung Kingman hatten wir wunderbare Kurven, gigantisch zum Cruisen, die Harleys ziehen aber auch wie Beißzangen. Entlang der Bahnschienen sind uns Züge entgegengekommen, bzw. parallel gefahren, die von 4 Loks gezogen wurden und bis zu 125 Waggons gezogen haben. Geladen hatten die Züge Schiffkontainer, hauptsächlich zweistöckig und Sattelauflieger, gehupt wurde wie in den alten Western, gigantisch. In Kingman haben wir an der tourist information Halt gemacht und noch Fotos von einer alten Dampflok geschossen. Gegen 17 Uhr eingecheckt im Motel 6 und nebenan noch Sanwiches und Steaks gegessen. Morgen geht’s um 7 Uhr los, Richtung Seligman.






















Samstag, 17. September 2011

Santa Monica - Twenty Nine Palms

Gefahrene Meilen: 220
Meilen insgesamt: 716
Heut waren die Bikes gegen 7.30 Uhr gesattelt und nach einem kurzen Besuch am Pazifik um ein paar Fotos zu schießen und einem Kaffee, vom asiatischen Frühstücksrestaurant nebenan sind wir dann weiter Richtung Los Angeles. Über die Wohnsiedlungen der besser Betuchten (Bel Air und Beverly Hills) sind wir auf den Hollywood Boulevard (Walk of Fame) gefahren und haben im Parkhaus des Kodak Theatre geparkt. Vor dem Chinese Theatre bestaunten wir die Hand und Schuhabdrücke der Stars und mussten feststellen, dass die Schuhe teilweise doch eine Nummer zu groß für uns sind.  Die Stars sind eine Megatouristenaktion, obwohl wir viele der Namen gar nicht kannten, Daddy hat seinen Star übrigens nicht gefunden.  Überall war der Teufel los, wir, mit unseren Bikes waren aber auch ein begehrtes Fotomotiv. Los Angeles haben wir über den Freeway verlassen. Die Amerikaner haben zwar überall Geschwindigkeitsbegrenzungen, es sollte aber mal gesagt werden, dass auch bei 5 überfüllten Spuren der Verkehr fließt und man kommt zügig voran, vorteilhaft ist, dass Rechtsüberholen erlaubt ist. Zum Tanken sind wir mal kurz von der Autobahn runter und haben zufällig einen Eagle Rider vorgefunden, größer als in Los Angeles oder San Francisco, der auch Harleys angeboten hat, neu und gebraucht. Auf der Weiterfahrt wurde es stetig wärmer und wir staunten nicht schlecht, als irgendwann hunderte von Windräder auftauchten, die gar nicht mehr enden wollten. Die Mühlen sind nicht sehr hoch und auf einer riesigen Fläche verteilt, links und rechts der Straße, in der Ebene, auf den Bergen…
Bevor wir gegen 17 Uhr in Twenty Nine Palms am Motel 6 angekommen waren, sind wir noch durch den Joshua Tree Nationalpark gefahren, Kakteen soweit das Auge reicht und wenn es auch eine karge Landschaft ist, kann man sich manchmal nicht vorstellen, wie es die Natur geschafft hat diesen Zustand und diese Gesteinsformationen zu gestalten. In Twenty Nine waren wir noch in einem Steakhouse und haben echte T-Bone Steaks vertilgt. Sehr nette Bedienung, sehr gutes Futter. Nach einem erfrischenden Bad im Hotelpool geht’s jetzt ab in die Falle.

Viele Grüße an die Heimat.







Freitag, 16. September 2011

Pismo Beach - Santa Monica, Verwandtschaft von Egwin besucht

gefahrene Meilen: 197
Meilen gesamt: 488

Heut Morgen wurden erst mal die Navis klargemacht. Peps, gelernter Automechaniker, hat mit seinem mitgebrachten Werkzeug 3 Maschinen zerlegt und mit Hilfe der anderen Biker die Geräte bei Edu, Egwin und Paul installiert. Witzig war, dass Daddy dachte er ist spät dran und sein Frühstück reingeschlungen hat, obwohl die 5 Navimonteure noch gar nicht vorne waren. Nachdem dann alle anderen auch gefrühstückt hatten, sind wir erst um 9 Uhr losgekommen. Hätte, wie gestern auch schon, etwas wärmer sein können, ging aber und wir sind wieder Richtung Süden geheizt. Die Harleys laufen übrigens wunderbar, keinerlei Probleme und bei 1600ccm muss man einfach sagen, dass Hubraum durch nichts zu ersetzen ist,  ein Drehmoment, das jedes Bikerherz höher schlagen lässt. By the way, Peps und Paul fahren unter bayrischer Flagge, weißblau kommt auch in Amerika gut an und Bayern kennt glaub jeder auf dieser Welt. Wenn wir mal kurz von der Küstenstraße ins Landesinnere gefahren sind, konnten wir wieder über riesige Plantagen (Zitronen, Rotkohl….) staunen. Gegensätze sind hier nur eine Straßenbreite auseinander, auf der einen Seite arbeiten Mexikaner bei der Ernte, über deren Stundenlohn wir nichts positives erahnen können, auf der anderen Straßenseite spielen gut betuchte Leute Golf auf beregnetem, gehegten und gepflegten Grün.   Nachdem wir auf dem Santa Barbara Pier Lachs, Hummer  oder Calamari gespeist hatten, sind wir weiter auf dem Highway no. 1 Richtung Süden. In Ventura haben wir den Cousin von Egwin und seine Frau besucht, sehr nette Leute, die uns zu Kaffee und Kuchen eingeladen haben es  gab Lemmon Cake, American Pie und sonstiges Gebäck, alles sehr lecker.  Wir haben die Gelegenheit genutzt, ein paar Bilder von Ihnen machen zu lassen, siehe Anhang. Gegen 16 Uhr sind wir Richtung Santa Monica aufgebrochen, entlang des Strand von Malibu (Baywatch) um 19 Uhr im Seaview Hotel angekommen und eingecheckt, etwas rustikales Motel aber absolut ausreichend. Auf dem bekannten Santa Monica Pier, auf dem auch die Route 66 endet,  haben wir noch Bier zu uns genommen und sind auch noch an den Strand geschlappt, der Pazifik ist und bleibt einfach faszinierend. Am Strand sind uns 4 Leute aufgefallen, die mit Metalldektoren rumgelaufen sind, auf Nachfrage suchen sie Geld, Schmuck…. und die Sache muss lukrativ sein, nach Aussage eines Geldsuchers. Jetzt aber ab in die Koje, morgen geht’s um halb acht los, nach Los Angeles und dann ostwärts.








Donnerstag, 15. September 2011

Motorrad leihen, San Francisco - Pismo Beach

Gefahrene Meilen: 291
Meilen insgesamt: 291

Heute Morgen sind wir früh raus und waren bereits um 8 Uhr bei unserem Motorradverleiher, Eagle Rider San Francisco. Wir wollten früh da sein, um die ersten zu sein und nicht ewig warten zu müssen. Eagle Rider öffnete dann gegen 9 Uhr und es hat dann noch knapp zwei Stunden gedauert, bis wir alle Formalitäten erledigt, die Bikes entgegengenommen, gecheckt und bepackt hatten.
Edu und Paul fahren eine Road  King, die anderen hatten sich im voraus schon für eine Heritage Softail
entschieden, die Bikes sind in sehr gutem Zustand. Daddy und Egwin hatten nen Helm dabei, die anderen haben sich einen Gebrauchten ausgesucht und los gings. Edu, der im voraus schon sehr viel Zeit in die Touplanung investierte, hat uns 6 dann excellent aus San Francisco geführt. Auf dem Highway
No. 1 sind wir am Pazifik entlang die Küste runter gecruist, ein unbeschreibliches Erlebnis. nicht nur das Fahren der kurvenreichen Straße, sondern auch die Landschaft, das Meer.... sind teilweise unfassbar schön. Etwas weiter im Landesinneren sind wir an riesigen Plantagen (Erdbeer, Artischoken, Kohl....)  vorbeigefahren auf den unzählige mexikanische Saisonarbeiter schufteten. An den Stränden waren Surfer aller Art zu sehen, herkömmlich, Windsurfer und sogar ein paar verrückte mit Gleitschirmen. Carmel, in dieser Stadt war Clint Eastwood schon mal für eine kurze Zeit Bürgermeister, haben wir gestreift, in Santa Cruz gegessen und ein paar Mal an der Küste zum Fotografieren angehalten. Interessant waren die Seelöwen, die des öfteren faul am Strand rumliegen und die Sonne genießen. Um zum Wetter zu kommen, heut war es nicht sehr warm, der Pazifik bringt einfach ne frische Brise an die Küste, ging aber. Auf dem Weg nach Pismo Beach zu unser vorgebuchten Bleibe im Quality Inn, machten wir noch kurz Halt bei Hearst Castle, einer schloßähnlichen Anlage, die aber nur mit dem Bus zu erreichen ist und sind dann erst gegen 20.30 Uhr angekommen. Wir waren uns einig, nachts zu fahren ist nicht so toll uns blieb heut aber nichts andres übrig, aufgrund  der versäumten Zeit bei Eagle Rider.  Nach einem Restaurantbesuch (Conor`s) bei Steak oder Fisch gehts jetzt ab ins Bett.







Mittwoch, 14. September 2011

Anreise Stuttgart Heathrow San Francisco

Einleitend sollte erst mal erwähnt werden, wie es zu dieser Harley Tour überhaupt gekommen ist. Reimund, Daddy und Egwin feiern jedes Jahr gemeinsam Silvester, hier erwähnte Daddy vor ca. 5 Jahren: "wenn ich 50 bin dann fahr ich mit ner Harley durch Amerika". Spontan meinte Reimund:"da fahr i mit" und Egwin lenkte begeistert ein:"I au". Darauf Daddy und Reimund zu Egwin:" Du hasch ja gar koin Mottorradführerschein". Den hat Egwin dann aber gemacht und fährt seitdem ziemlich viel Motorrad. Edu und Stefan haben die ähnliche Tour schon 2008 gemacht und durften mit den 50ern mit. Paul ist der Bruder von Daddy, Ruheständler und Vielfahrer (BMW) und stieg genauso wie Peps, der seinen 40er zum Anlass nahm, in die Tour ein. Heut gehts nun endlich los, leider ist Reimund ausgefallen (Infekt), somit sind aus den glorreichen 7 nun die glorreichen 6 geworden. Reimund wünschen wir von hier aus gute Besserung, wäre schön, wenn er schnell gesund wird und vielleicht noch nachkommen könnte.Peps hat den Flughafentransfer mit der Fa. Gerstmayr organisiert und wir wurden um 8 Uhr in Demmingen abgeholt, Peps ist gleich von Amerdingen mitgefahren, Egwin ist in Eglingen zugestiegen und Paul haben wir in Mödingen abgeholt. Wir waren zeitig am Flughafen in Stuttgart, einchecken hat wunderbar geklappt und wir haben im gesicherten Bereich noch Weißwürste und ein Hefeweizen zu uns genommen. Flug nach London/Hethrow mit einem Airbus A719. Am Flughafen hatten wir den Vorteil, dass wir am gleichen Terminal abfliegen konnten, an dem wir angekommen sind. Das bedeutet in einem Flughafen wie Heathrow allerdings, dass man doch mit einer Art U-Bahn innerhalb des Terminals fährt. Weiterflug hat sich verspätet, weil wir auf einen Typ von der Airforce warten mussten. Flug mit British Airways 287, mit einer Boeing 747. Nach 10,5 Stunden sind wir dann endlich in San Francisco angekommen. Mit einem Großraumtaxi zum Hotel (Best Valuge), kleine Runde gelaufen und die Verleihstation (Eagle Rider) gesucht und gefunden. In einer Art Blechhütte noch einen Burger verdrückt und gleich auf deutsche Gäste und eine deutsche Bedienung getroffen. Morgen um 8 Uhr gehts weiter. Gute Nacht.